Akupunktur

Akupunktur

In der chinesischen Medizin sind Körper und physiologische Zusammenhänge völlig anders geordnet als in der westlichen Medizin.

Es gibt Meridiane auf denen die meisten Akupunkturpunkte liegen, Wandlungsphasen, die gegensätzlichen Yin und Yang, die 8 Prinzipien Bagang, die Energie Qi und viele andere Prinzipien die die Philosophie der traditionellen chinesische Medizin, ja der chinesischen Lebenseinstellung darstellen.

Das macht diese Art der Medizin sehr interessant aber auch geheimnisvoll. Ein Übertragen in die westliche Denkweise ist quasi unmöglich. Daher ist jede Akupunkturbehandlung, selbst bei gleichen Symptomen, bei jedem Patienten unterschiedlich.

Die Behandlung wird daher ganz individuell entworfen und auch während der Behandlung modifiziert.

Ablauf der Akupunktur

Nach der Planung der Punkte erfolgt das Nadeln von Ohr (einem Mikrosystem) und Körper je nach individueller Planung. Während die Körpernadeln nach meist einer halben Stunde entfernt werden, nehmen Sie die Dauernadeln im Ohr mit nach Hause. Erst wenn diese Nadeln bei Duschen abfallen oder aber Schmerzen am Ohr auftreten, werden sie entfernt.

Sie sollten zumindest den Abend nach der Akupunktur ruhig verbringen.

In seltenen Fällen kann es zu einer so genannten Erstverschlimmerung kommen. Dies ist ein vorübergehender Zustand der Befundverschlechterung, gleichzeitig aber ein Zeichen, dass ein Erfolg der Behandlung wahrscheinlicher wird.

Indikationen

Prinzipiell lassen sich alle Erkrankungen mit Akupunktur behandeln. Da eine Akupunktur jedoch „nur“ eine symptomatische Behandlung darstellt, wird sie meist als Schmerzbehandlung oder parallel zu konventionellen Verfahren eingesetzt. Typische Indikationen sind:

Migräne und Kopfschmerzen

Wirbelsäulenbeschwerden

Arthroseschmerz

Tennis- und Golferellenbogen und Sehnenscheidenentzündungen

Allergien und Heuschnupfen

Trigeminus- und andere Neuralgien

Tinnitus und Schwindel

Diverse andere Erkrankungen

Kosten der Behandlung

Bisher warben manche Krankenkassen mit der Kostenübernahme von Akupunkturbehandlungen. Dies war jedoch nur die halbe Wahrheit. Es gibt nur 3 klar begrenzte Indikationen, die mit Akupunktur behandelt werden durften. Weiterhin war die Behandlung zeitlich begrenzt, die Ohrakupunktur durfte nicht durchgeführt werden. Da die Erstattung der Krankenkassen über eine wissenschaftlich fragwürdige Studie erfolgt, war der Verwaltungsaufwand enorm.

2006 hat der Bundesausschuss die Akupunktur als Kassenleistung anerkannt. Seit 2007 darf die Akupunktur für die Indikationen Arthrose und Wirbelsäulenschmerzen zu Lasten der Krankenkassen durchgeführt werden kann. Hierzu ist für den akupunktierenden Arzte neben den Kenntnissen der Akupunktur noch das Belegen zweier Kurse in Schmerztherapie und Psychosomatik erforderlich, die jeweils 80 Stunden umfassen und erheblich kostenintensiv sind. Die Inhalte dieser Kurse sind bezüglich unserer Praxis ein alter Hut – wurden zum großen Teil bereits absolviert – und bereits eingeführter Standart.

Da die Honorierung deutlich unter 16€ je Sitzung beträgt, wobei die Kosten der Nadeln enthalten sind haben sich kaum Kollegen bereit erklärt diese komplexe Leistung zu Lasten der gesetzlichen Kassen zu erbringen.

In unserer Praxis wird die Akupunktur nur als Privatleistung durchgeführt. Kosten entstehen pro Sitzung in Höhe von ca. 40 €. Das Behandlungskonzept das für Sie individuell entwickelt wird, stellt für Sie als Patient eine langfristig wirtschaftlich sinnvolle Therapieoption dar. Sollte dies nicht erreichbar sein, wird die Behandlung abgebrochen.

Ob sich Ihre Krankenkasse (z.B. Zusatzversicherung) an den Kosten im Rahmen einer Kostenerstattung beteiligt, können Sie bei Ihrer Versicherung klären.