Berichte der Weiterbildungsassistenten

Sebastian Landgraf, in unserem Team 2018 und 2019 – für die maximale Weiterbildungszeit in einer Hausarztpraxis

Assistenzarzt Sebastian Landgraf

„Nachdem ich als Medizinstudent zunächst im Rahmen des zweiwöchigen Blockpraktikums, später während des viermonatigen PJ-Tertials erleben durfte, was es bedeutet, hausärztlich tätig zu sein, entschloss ich mich zur Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin nach dem Abschluss meines Studiums.

Da ich mich schon als Student bei Dr. Metzmacher sehr wohl gefühlt habe, war es für mich naheliegend, auch meine Weiterbildung in dieser Praxis zu beginnen.

In dieser Zeit konnte ich mein im Studium erworbenes Wissen eigenständig anwenden und festigen, es verging aber auch kein Tag, an dem ich nichts Neues gelernt hätte. Nachdem mich Dr. Metzmacher schon als Student sehr ans eigenständige Arbeiten herangeführt hatte, konnte ich bereits in meiner ersten Arbeitswoche selbstständig Patienten behandeln.

Sicher ist das eine große Verantwortung, jedoch hat Dr. Metzmacher in den ersten Monaten jeden Tag nach Abschluss der Sprechstunde jeden meiner Fälle mit mir besprochen. Auch während der Sprechstunde war es jederzeit möglich, ihn dazuzuholen, wenn ich mir nicht sicher war. So fühlte ich mich durch die hervorragende 1:1 Betreuung zwar stets gefordert, aber nie überfordert.

In meiner Weiterbildungszeit durfte ich alle Tätigkeiten, die in der Praxis anfielen durchführen: Neben Anamnese, Untersuchung und Beratung also auch Sonographie, EKG/Belastungs-EKG, Lungenfunktionsdiagnostik, Wundversorgung, kleine chirurgische Eingriffe (wie etwa Nävusexzisionen), Palliativversorgung u.v.m.. Gelegentlich war es auch möglich, Dr. Metzmacher bei Notarzteinsätzen zu begleiten.

Meistens ist auch ein Student für ein Praktikum in der Praxis tätig. So war ich auch für deren Betreuung mit zuständig. Davon habe ich sehr profitiert, da kritische Nachfragen der Studenten dazu veranlassen, sich noch tiefer mit dem jeweiligen Themengebiet zu befassen.

Da in der Weiterbildungsordnung eine maximal 24-monatige Weiterbildung in derselben Hausarztpraxis vorgesehen ist, blieb mir nichts anderes übrig, als nach zwei Jahren schweren Herzens eine andere Stelle anzutreten.

Inzwischen bin ich seit ca. 6 Monaten in der stationären Versorgung in einer Abteilung für Innere Medizin tätig. In dieser Zeit habe ich beobachtet, dass sich die hausärztliche Medizin von der Tätigkeit in einer Klinik grundlegend unterscheidet. In der Klinik habe ich sehr davon profitiert, bereits in der Hausarztpraxis ein breites Grundwissen angesammelt zu haben. So konnte ich hier schnell eigenständig arbeiten. Gleichzeitig habe ich aber auch festgestellt, dass in der Klinik oft anderes Wissen und andere Fähigkeiten erforderlich sind als in der Allgemeinmedizin. Insgesamt halte ich es rückblickend für die richtige Entscheidung, meine Weiterbildung in einer Hausarztpraxis begonnen zu haben.

Ich bedanke mich bei Dr. Metzmacher und dem gesamten Praxisteam (Frau Kocher, Frau Kocher, Frau Brandl und Frau Wieser) herzlich für die wunderbare Zeit. Ich denke immer noch häufig an meine 2 Jahre in diesem tollen Team zurück und kann versichern, dass ich gern auch länger dort geblieben wäre.“ (Erfahrungsbericht als Assistenzarzt Sebastian Landgraf 2020)

Call Now Button