Datenschutz und -sicherheit für Patienten

Immer wieder kommt es vor, dass Befunde oder andere sensible Daten an Sie oder Ihren behandelnden Kollegen versendet werden. Wir legen dabei höchsten Wert auf den Datenschutz. Deshalb werden wir uns alle anvertrauten Daten von Patienten nur auf Ihren Wunsch hin an (von Ihnen autorisierte) Dritte weiterleiten. Das können Sie selbst oder ein Kollege sein, den Sie im Rahmen einer Überweisung von uns konsultieren. Der Weg der Übertragung ist allerdings eingeschränkt. Wenn Sie oder ein Kollege uns seine Faxnummer gibt oder wir den Postweg beschreiten, können wir davon ausgehen, dass Übertragung und Empfang der Dokumente gemäß der Datenschutzgrundverordnung korrekt gewährleistet ist. Bei einer Übertragung per eMail ist dies allerdings nicht der Fall. Eine eMail ist bezüglich der Risikoabschätzung so sicher wie eine Postkarte, also für den Transport sensibler Daten nicht geeignet.

Sollten Sie uns also eine eMail schreiben bitte ich Sie um Berücksichtigung folgender Gesichtspunkte:

  • die eMail erreicht uns nicht in der Praxis sondern den Praxisinhaber auf seinem privaten Rechner, der nicht mit der Praxis-EDV in Kontakt ist. Der Empfang einer eMail ist nicht rund um die Uhr gewährleistet. Daher kann ein Einblick in die Patientenkartei erst am Folgetag und eine Terminvereinbarung eher gar nicht getätigt werden. Ich bitte Sie daher bei diesen Anliegen den analogen weg des Telefons (09831 2662) zu gehen.
  • da der eMailempfang und die Praxis-EDV aus Datensicherheitsgründen streng getrennt ist bitten wir um die Zusendung von Fremdbefunden ausschließlich per Post oder Fax (09831 610993).
  • aus den o.g. Gründen versenden wir Befunde auch nicht per eMail sondern per Fax oder Post. Nur in Ausnahmefällen und auf ausdrücklichen Wunsch kann eine passwortgeschützte PDF Datei versendet werden.

Die Sicherheit Ihrer Daten hat für uns maximale Priorität. Aus diesem Grunde werden wir keine Anbindungen von Blutzuckermessgeräten oder Insulinpmpen an unser Praxisnetz herstellen. Dabei macht man ein solch großes Loch in das Sicherheitzsnetz, dass das für uns nicht in Frage kommt. Bringen Sie daher zur Besprechung dieser Werte entweder ihren eigenen Rechner oder Papierausdrucke mit.

Um die Datensicherheit auch zukünftig zu gewährleisten, werden wir uns einer elektronischen Patientenakte, wie sie das Gesetz ab 2021 oder später vorschreibt und auch jeglicher Patientenkartei wie sie einzelne Krankenkassen anbieten, verweigern. Bitte erteilen Sie keinen dieser Angebote und auch den sog. Gesundheitsapps in absehbarer Zeit Ihre Zustimmung. Dort sind Ihre Daten nicht in guten Händen, über Datenlecks wird immer wieder in der Fachpresse berichtet.

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